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Was sind eigentlich die Rauhnächte?

7. Okt.
7 Min. Lesezeit

Wenn die Zeit für elf Tage und zwölf Nächte den Atem anhält, öffnet sich ein Portal. Früher wusste man: Wer jetzt nach oben blickt, riskiert sein Leben - denn das Wilde Heer zieht durch die Winternacht.


Rauhnächte. Die magische Zeit zwischen den Jahren.


Rauhnächte: zwei Gestalten in Kutten an einem Feuer zwischen Runensteinen und Lavendel unter violettem Sternenhimmel

Während das Sonnenjahr 365 Tage dauert, geht das Mondjahr nur 354 Tage. Eine Differenz von 11 Tagen und 12 Nächten entsteht. Diese Zeit wurde schon weit zurück in der Geschichte als tote Zeit geehrt, die uns Menschen vom Universum geschenkt wurde.


Eine Zeit, in der du nicht arbeiten solltest. Sie ist da für Rückzug, Reflexion, Innenschau und Erholung.


Wann sind die Rauhnächte?


Die Rauhnächte beginnen in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und enden mit der Nacht vom 4. auf den 5. Januar. Zwölf Nächte also, die je nach Region und Tradition zum Teil auch etwas anders gezählt werden - ich arbeite seit Jahren mit dieser Zählung.


Und schon vorher, ab dem 8. Dezember, beginnen die sogenannten Sperrnächte. Während die Rauhnächte fürs Reflektieren und den Ausblick aufs neue Jahr da sind, sind die Sperrnächte dafür da, aufzuräumen und auszumisten im Aussen. Alles loslassen, was man nicht mehr ins neue Jahr mitnehmen möchte. Von physischem bis energetischem.


Eine Zeit zwischen den Welten


Weil diese Tage während den Rauhnächten quasi zu keiner Zeitrechnung passten, sagte man, dass die Zeit in diesen 11 Tagen und 12 Nächten stillstand, die Naturgesetze nicht galten und der Schleier zur geistigen Welt so dünn war, dass es ein Leichtes für unsere Ahnen und diverse geistige Wesen war, auf die Erde zu gelangen und sich einzumischen.


Die Legende des Wilden Heeres


Wer zu dieser Zeit das Wilde Heer am Himmel gesehen hat, angeführt von Wotan oder der Perchta, riskierte im kommenden Jahr sein Leben, so die Legende.


Daher rührte ein striktes Ausgehverbot bei Dunkelheit. Damit man im gemütlichen Zuhause bleibt, Energie fürs neue Jahr tankt und sich keinen unnötigen Gefahren aussetzt.


Doch woher kommt eigentlich der Name „Rauhnächte“?


Man könnte meinen, dass Rauh vom Wort rau abstammt. Genau genommen kommt es aber von Rauch. Weil der Schleier zur geistigen Welt zu der Zeit sehr dünn zu sein scheint, räuchern die Menschen seit jeher ihre Häuser, Höfe und Ställe mit Kräutern aus, um die Geister zu vertreiben, die es nicht gut meinten.


Aus dem Mittelhochdeutschen stammt noch eine Theorie: Dass das Rauh von rūch abstammt. Eine frühere Beschreibung von struppig oder pelzig - passend zu den zotteligen Perchten-Gestalten aus den Legenden des Wilden Heeres.


Die Rauhnächte als Orakel


Bis heute sagt man, dass jede der 12 Nächte für einen Monat im neuen Jahr steht: Die erste Nacht vom 24. auf den 25. Dezember für den Januar, die zweite für den Februar und so weiter, bis zur letzten Nacht vom 4. auf den 5. Januar, die für den Dezember steht. Und was du in dieser Nacht träumst, soll dir zeigen, was dich in diesem Monat erwartet.


An dieser Stelle möchte ich eine persönliche Geschichte dazu erzählen. Ich selbst habe jahrelang in den Rauhnächten meine Träume aufgeschrieben, und teils hat mir das eine Heidenangst gemacht. Oft hatte ich schlimme Albträume und unruhige Träume. So habe ich beispielsweise geträumt, dass einer meiner Zähne aus dem Nichts einriss und in mehrere Stücke brach. Zu dem Zeitpunkt war mir bereits bewusst, dass Träume immer sinnbildlich sind und nicht eins zu eins eintreffen. Also habe ich nach der Bedeutung eines zerbrochenen Zahnes im Traum gegoogelt. Die Antwort: Ein Verlust steht dir bevor.


Ich war panisch. Es war eine der letzten Rauhnächte, welche genau, weiss ich nicht mehr. Also noch fast ein ganzes Jahr, in dem ich mit dem Gedanken leben musste, da einen Verlust zu erleiden.


Es hat mir immer wieder schlaflose Nächte und Ängste bereitet.


Bis die Zeit kam und vorüberzog. Tatsächlich mit einem Verlust. Nicht jedoch so, wie ich dachte. In dieser Zeit habe ich einen Teil meines alten Ichs verloren. Es war eine sehr transformative Zeit für mich, in der ich einen alten Teil von mir losliess, der nicht zu meinem tiefsten Innersten passte.


Warum ich das erzähle? Weil dir deine Träume keine Angst machen sollten. Genau wie in der astrologischen Prognostik treffen Dinge meist nie so ein, wie wir glauben, dass sie eintreffen. Weil gerade bei solchen Prognostik-Themen unsere Ängste zum Vorschein kommen. Und meist treffen unsere tiefsten Ängste nie so ein, wie wir es uns ausmalen. Das Leben ist nicht gegen dich, es ist für dich. Und genau diese Situation hat mir einmal mehr aufgezeigt, dass Prognostik nicht immer der Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist. Manchmal ist es einfach auch okay, nicht herausfinden zu wollen, was kommt. So habe ich persönlich aufgehört, meine ohnehin wirren Träume in den Rauhnächten aufzuschreiben und zu analysieren. Dafür habe ich einfach noch zu viele Ängste. Und wenn es dir ähnlich geht, rate ich dir dasselbe.


Das Licht kehrt zurück


Zurück zu einem schöneren Teil der Geschichte. Die Rauhnächte beginnen rund um die Wintersonnenwende, wenn der kürzeste Tag des Jahres bereits durch ist und das Licht langsam, Tag für Tag zurückkehrt. Dann, wenn die Sonne vom Schützen in den Steinbock gewechselt hat.


Die beste Phase loszulassen


Es ist die stärkste astrologische Phase des gesamten Jahres, um seine Vergangenheit loszulassen und ein klares Fundament für einen neuen Zyklus zu legen.


Die Magie der Nächte nutzen


Nebst dem Loslassen liegt durch die Aufhebung gewisser Naturgesetze viel mehr Magie in der Luft als zu jeder anderen Zeit im Jahr. Perfekt für jede Manifestation. Und genau daher kommt unter anderem das Ritual der 13 Wünsche. Bevor die Rauhnächte beginnen, schreibst du 13 Wünsche für dein neues Jahr auf 13 Zettelchen. Die legst du in eine Schale und jeden Abend ziehst du einen Wunsch und verbrennst ihn, ohne ihn dabei vorher zu lesen. Am besten machst du das draussen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten, nicht in der Wohnung. Die Asche bläst du hinaus in die Natur und übergibst damit den Wunsch dem Universum. Es soll dafür sorgen, dass er für dich eintrifft. Am Ende der 12 Nächte bleibt ein Wunsch übrig. Ihn darfst du lesen. Es ist der Wunsch, an dem du aktiv im neuen Jahr arbeiten darfst. Bei dem du in Eigenverantwortung gehst. Und genau das ist der Clou, weshalb es 13 Wünsche sind und nicht 12. Ein wunderschönes Ritual, welches ich selbst seit Jahren mache.


Mein zweites Lieblingsritual in den Rauhnächten passt perfekt zum Namen: Das Räuchern. Ich räuchere meine Wohnung mit weissem Salbei aus - anzünden, bis er raucht, nicht brennt, dann mit dem Rauch durch alle Räume und in alle Ecken gehen und während dessen bereits die Fenster öffnen, damit der Rauch und mit ihm die alten Energien abziehen können. Eine Schale darunter hilft übrigens, sonst darfst du danach saugen 😉 Ob du das einmal machst, zwei-, dreimal oder jeden Tag, darfst du ganz intuitiv entscheiden.


Die Rauhnächte passen auch in die heutige Zeit


Geprägt von Leistungsdruck und davon, 24/7 on air zu sein und etwas leisten zu müssen, kann unser Nervensystem kaum mehr ruhen. Wir wissen nicht mehr, wie es geht, einfach mal nichts zu tun. In der Stille zu sein. Oder Dinge zu machen, die uns nicht sofort einen Dopamin-Kick geben. Doch bereits früher galt Arbeitsverbot in der Zeit der Rauhnächte. Spinnen und Weben war strikt verboten. Denn kein irdisches Rad durfte gedreht werden. Laut Legende verwebte man damit Schicksalsfäden und zog die Aufmerksamkeit der Perchta auf sich. Es galt als universelle Ruhezeit. Auch die Natur ruht zu dieser Zeit. Die Ernten sind durch und die Felder kahl und kühl. Genauso wie die Natur im Aussen brauchen wir im Innern diese Zeit für Ruhe, Rückzug und Reflexion. Ohne Ablenkung.


Der Widerspruch


Jetzt fragst du dich sicherlich zu Recht, weshalb dann unsere grössten Feiertage genau auf diese Zeit im Jahr fallen. Denn viele Menschen inkl. mir fühlen sich im Januar oft extrem erschöpft und ausgelaugt statt ausgeruht und voller neuer Energie fürs neue Jahr.


Eigentlich wurde früher zum 21. Dezember das Julfest gefeiert. Das Licht kehrt langsam zurück, die Natur ruht, die Arbeiten auf dem Feld ebenfalls. Die Zeit wurde für Rückzug, Geschichtenerzählen und gemeinsame Zeit zum Kräftesammeln rund ums Lagerfeuer genutzt. Später legte dann das Christentum Weihnachten ganz bewusst, strategisch in diese Zeit.


Während diese Tage komplette Yin-Energie, also feminine Energie verlangen, wie Empfangen und Sein, ist durch unser modernes Leben, das sich sowieso hauptsächlich in der Yang-Energie, also der männlichen Energie abspielt, das Gegenteil erzwungen worden. Eine extrem nach aussen gerichtete aktive Macher-Energie. Konsumieren, perfekt planen, organisieren und familiäre Erwartungen erfüllen. Und das alles, während unser Körper, unser Geist, unsere Seele und unser Energiekörper absolutes Sein verlangen.


Wir haben uns also auch an dieser Stelle so stark vom natürlichen Rhythmus des Lebens und dem Zyklus der Natur entfernt.


Und genau darum ist es so wichtig, sich in dieser Zeit auch einfach mal dem Sein und Reflektieren hinzugeben. Auch wenn es nur 20 Minuten jeden Abend sind.


Und weil ich weiss, wie schwierig es sein kann, sich bewusst diese Zeit zu nehmen, weil man dann denkt: „Und jetzt, was soll ich tun?“, habe ich Souly’s magische Rauhnächte kreiert. Ein geführtes Ritual, das dich durch die 12 magischsten Nächte des Jahres begleitet und dir ein Stück Rhythmus der Natur schenkt.


Gemeinsam gehen wir mit einem kurzen Info-Video über die entsprechende Rauhnacht durch die 12 Nächte. Dazu gibt es ein Audio für jede Rauhnacht mit einer geführten Meditation begleitet von den magischen Klängen eines Sound Healings. Nicht zu vergessen bekommst du ein Workbook, das dich mit ein paar gezielten Reflexionsfragen durch die Nächte trägt.


Der perfekte Rahmen, um auch in der modernen, schnellen Welt, in der wir leben, für einen kurzen Moment unser Nervensystem zu beruhigen und uns selbst etwas Gutes zu tun. Was den Grundstein, das Fundament für ein magisches, wundervolles Jahr vor uns legt.



P.S. Du bekommst sogar einen Bonus, der dir eine Begleitung zu jedem Monat im neuen Jahr mitgibt, um dein Jahr noch magischer zu gestalten. Du darfst gespannt sein. Und wenn du es einmal geholt hast, kannst du es jedes Jahr wiederholen. Du hast so lange Zugriff, wie es Souly’s magische Rauhnächte gibt.

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